14.08.2006: G06/2006
Nach vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) lagen die deutschen Erdgasimporte im Monat Juni 2006 mit 214.210 Terajoule um 14,9 % unter der entsprechenden Menge des Vorjahresmonats (251.675 Terajoule).
Der Grenzübergangspreis pro Terajoule Erdgas lag im Juni 2006 mit 5.861,53 Euro (dieses entspricht ca. 2,11 Cent pro Kilowattstunde) um 2,7 % unter dem Preis im Mai 2006 (6.024,27 Euro). Gegenüber Juni 2005 (4.245,41 Euro) ist der Grenzübergangspreis pro Terajoule Erdgas um 38,1 % gestiegen.
Im aktuellen Zwölfmonatszeitraum Juli 2005 bis Juni 2006 lagen die Erdgasimporte mit 3.604.100 Terajoule um 5,9 % über der entsprechenden Menge der Referenzperiode Juli 2004 bis Juni 2005 (3.403.708 Terajoule).
Die drei wichtigsten Lieferländer waren im aktuellen Berichtszeitraum die Russische Föderation (1.499.992 Terajoule), Norwegen (1.101.323 Terajoule) und Niederlande (850.894 Terajoule).
Der Wert der Erdgaszugänge aus russischen, niederländischen, norwegischen, dänischen und britischen Fördergebieten betrug im Berichtszeitraum Juli 2005 bis Juni 2006 19,474 Milliarden Euro im Vergleich zu 12,859 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum.
Der durchschnittliche Grenzübergangspreis ist im betrachteten zwölfmonatigen Zeitraum im Vergleich zur Referenzperiode um 43,0 % von 3.777,97 Euro auf 5.403,43 Euro pro Terajoule Erdgas gestiegen.
Der Grenzübergangspreis zeigt den Preis des Erdgases an der deutschen Grenze und folgt in der Regel mit einer gewissen Zeitverzögerung den Preisen für Mineralöl.



