18.10.2006: G08/2006
Nach vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) lagen die deutschen Erdgasimporte im Monat August 2006 mit 248.041 Terajoule um 4,5 % über der entsprechenden Menge des Vorjahresmonats (237.248 Terajoule).
Der Grenzübergangspreis proTerajoule Erdgas lag im August 2006 mit 6.005,17 Euro (dieses entspricht ca. 2,16 Cent pro Kilowattstunde) um 0,6 % über dem Preis im Juli 2006 (5.969,18 Euro). Gegenüber August 2005 (4.441,50 Euro) ist der Grenzübergangspreis pro Terajoule Erdgas um 35,2 % gestiegen.
Im aktuellen Zwölfmonatszeitraum September 2005 bis August 2006 lagen die Erdgasimporte mit 3.610.147 Terajoule um 4,3 % über der entsprechenden Menge der Referenzperiode September 2004 bis August 2005 (3.462.967 Terajoule).
Die drei wichtigsten Lieferländer waren im aktuellen Berichtszeitraum die Russische Föderation (1.494.448 Terajoule), Norwegen (1.117.156 Terajoule) und Niederlande (853.746 Terajoule).
Der Wert der Erdgaszugänge aus russischen, niederländischen, norwegischen, dänischen und britischen Fördergebieten betrug im Berichtszeitraum September 2005 bis August 2006 20,3 Milliarden Euro im Vergleich zu 13,6 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum.
Der durchschnittliche Grenzübergangspreis ist im betrachteten zwölfmonatigen Zeitraum im Vergleich zur Referenzperiode um 42,7 % von 3.936,42 Euro auf 5.615,70 Euro pro Terajoule Erdgas gestiegen.
Der Grenzübergangspreis zeigt den Preis des Erdgases an der deutschen Grenze und folgt in der Regel mit einer gewissen Zeitverzögerung den Preisen für Mineralöl.
Hinweis – Änderung der Auswertungsmethodik
Entsprechend den Anforderungen internationaler Organisationen ermittelt das BAFA Einfuhren ohne Zugänge an Transitmengen, die nicht für den Verbrauch in Deutschland bestimmt sind. Bis Juli 2006 wurden die für den Inlandsverbrauch bestimmten Mengen aus Norwegen auf Grund von Angaben der Zollverwaltung berücksichtigt. Seit dem Inkrafttreten des neuen Energiesteuergesetzes zum 01.08.2006 stehen diese Angaben nicht mehr zur Verfügung. Ab August 2006 werden deshalb die für den Verbrauch im Inland bestimmten Mengen aus Norwegen anhand von Meldungen der Betreiber der Infrastruktur für den Transport und die Verteilung des norwegischen Erdgases in Deutschland erhoben.
Der Wert der Zugänge aus Norwegen, die für den Inlandsverbrauch bestimmt sind und in die Ermittlung des Grenzübergangspreises eingehen, wird ermittelt, indem der Durchschnittspreis der Gesamtzugänge aus Norwegen mit der für den Verbrauch in der Bundesrepublik bestimmten Menge multipliziert wird.
Durch die geänderte Methodik der Erfassung ist ein Vergleich der Zeitreihe ab August 2006 zu den Vormonaten nur eingeschränkt möglich.



